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Lean Thinking Das Toyota-Produktionssystem ist das zur Zeit effektivste Produktionssystem auf diesem Globus. Damit es funktioniert ist ein erhebliches Maß an Eigeninitiative bei den Mitarbeitern und ein hohes Maß an Führungsqualität und Führungswillen bei den Vorgesetzten erforderlich. Im Toyota-Produktionssystem steht der Mensch und nicht der Roboter im Mittelpunkt. Die Fertigung muss effizient sein, aber die Arbeiter, die die Produkte erzeugen, verdienen Respekt und haben das Recht auf eine sinnvolle Aufgabe. Sie sind nicht, wie in vielen anderen Fabriken, nur diejenigen, "die die Schrauben reindrehen", sie sind aufgefordert alles zu reklamieren, was ihnen an ihrem Arbeitsablauf nicht gefällt und Vorschläge zu machen, wie man die Abläufe verbessern kann. Das heißt, jeder Produktionsmitarbeiter, muss über das nachdenken, was er bei seiner Arbeit tut.Dies ist ein gravierender Unterschied zu tayloristischen Philosophien. So waren z.B. in Henry Fords Produktionssystem die Arbeitsumfänge so minimalisiert, dass der Arbeiter nicht mehr denken musste. Arbeitsvorbereiter (Ingenieure) erstellten genaue Anweisungen, welche Schritte von wem auszuführen waren. Toyota dagegen hat seinen Werkern die Möglichkeit gegeben, das Fließband anzuhalten, wenn es ein Problem gibt und das Problem an Ort und Stelle nachhaltig zu lösen. Somit überträgt man den Menschen am Band nicht nur ein erhebliches Maß an Verantwortung, sondern auch einen Freiraum für eigene Entscheidung und Sinngebung, sowie die Möglichkeit, etwas zu verändern. All dies gibt es in tayloristisch ausgerichteten Produktionen nicht. Über die Einstellung des KAIZEN, Dinge kontinuierlich zu verbessern und nie mit einem statischen Zustand zufrieden zu sein, wird dem Einzelnen permanent die Möglichkeit gegeben, sich mit seiner Initiative einzubringen. Als Werkzeuge entstanden aus dieser Philosophie Methoden wie 5S, KVP, PDCA-Zyklus, 5 mal Warum, visuelles Management u.v.m. Trotzdem kommen grundlegende Änderungen im Lean Thinking nicht zu kurz. Durch das beständige Anstreben einer Pull-Produktion mit Just-in-Time Lieferkette, aggressiver Rüst-zeitverkürzung und Autonomation, entsteht ein schlankes System, das vom Bewusstsein für nachgelagerte Arbeitsprozesse lebt. Nur aufgrund eines horizontalen Prozessverständnisses, statt eines vertikalen Hierarchie-verständnisses, kann ein verschwendungsfreier und wertschöpfender Fluss zum Kunden hin entstehen. Hinter einem schlanken Produktionssystem nach den Prinzipien des Lean Thinking stecken die gleichen Denkansätze wie hinter der Dialogischen Führung und der Wertbildungsrechnung. Nächster Abschnitt: Blog Das Thema Lean Thinking interessiert
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